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Afrika 2001


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Ein Bild
Eine Elefantenherde besucht uns im Ihaha Camp während der Vorbereitungen zum Abendessen (Tilo)

Vorbereitung

Die Idee zu diesem Urlaub hat zwei Auslöser. Zum einen haben Julia und ich Ende Dezember 1999 und Januar 2000 einen völlig verregneten Urlaub in Botswana verbracht, bei dem wir im Moremi Game Reserve (Okavangodelta) fast stecken geblieben wären. Damals entstand bei uns schon der Plan, Botswana nochmal bei trockenerem Wetter zu besuchen. Zum Zweiten habe ich die Sonnenfinsternis in Deutschland im August 1999 nicht sehen können. Nachdem ich bereits als Kind gelesen hatte, dass wir 1999 eine Sonnenfinsternis in Deutschland sehen können, habe ich das Thema immer sehr entspannt gesehen und bin niemals zu einer gereist. Dumm war dann, dass an unserem Standort auf der Garnison in Bitche gerade zur Finsternis eine dichte Regenwolke aufgezogen war und wir daher nichts sehen konnten, ausser dass es dunkel wurde. Am Abend des 11. August 1999 habe ich daher schon im Internet nach der nächsten Sonnenfinsternis gesucht und bin bei Sambia fündig geworden. Also war klar, dass ich am 21. Juni 2001 in Sambia sein würde. Im Laufe des Jahres 2000 habe ich dann den Plan entwickelt und konkretisiert, ein halbes Jahr zu verreisen und einen eigenen Wagen mitzunehmen. Da die Südafrikaner, die wir im Januar 2000 im Moremi Game Reserve getroffen hatten, meist mit Defender unterwegs waren und die Situation ganz entspannt sahen, fiel auch meine Wahl auf einen Defender. Im März 2001 habe ich dann einen passenden gefunden, einen Defender 110 Station Waggon Td5 in weiss, Vorführwagen Baujahr 2000. Ich habe ihn noch mit zwei Zusatztanks je 65 Liter und einer Diferentialsperre für hinten ausstatten lassen. Ausserdem habe ich mit Gero eine zweite Batterie für die Kühltruhe und einen Zwischenboden für hinten eingebaut, damit ich das Gepäck auf zwei Ebenen verstauen kann. Wenige Tage, bevor es losging, war ich bei Därr in München und habe die Ausrüstung abgeholt: ein Dachzelt, ausgeklappt 140x210 cm, mehrere Kisten zum Verstauen von Kleinteilen, eine Kühltruhe mit Regelbereich 5C bis -15C, Wasserkanister für 60 Liter, ein Handgreifzug (ersetzt die Winde in der Stoßstange), ein Bergegurt, zwei Sandbleche, ein HiJack und einige weitere Kleinteile. Dann konnte es schon bald losgehen. Den Wagen habe ich bei einer Spedition in Wiesbaden abgegeben, für die Verschiffung nach Kapstadt habe ich etwa 5500 DM gezahlt, inclusive Versicherung. Zusätzlich habe ich nochmal 400 DM für das Carnet de Passage beim ADAC bezahlt. Das lohnt also nur bei einem längeren Urlaub.
Während des Urlaubs habe ich mit unterschiedlicher Lust und Intensität Tagebuch geführt. Auf diesem beruht diese Site. Meine diversen Begleiter haben mir ihre Fotos zur Verfügung gestellt, in den jeweiligen Bildunterschriften ist zu erkennen, von wem das Foto stammt. Natürlich dürfen diese nicht ohne Zustimmung des Rechteinhabers in irgend einer Form veröffentlicht werden.

Juni

Das Highlight des Monats war die Sonnenfinsternis am 21. Das Wetter war so, wie ich es erhofft hatte, strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen weit und breit. Ansonsten sind wir tausende von Kilometern gefahren und hatten viel Ärger mit dem Auto. oder besser gesagt mit den Einbauten von Ex-Tec. Womit ich nicht gerechnet habe, ist die bittere Kälte, die wir zum Teil nachts hatten. Tagsüber war es eigentlich immer sonnig und angenehme Temperaturen, aber nachts hat es oft gefroren, besonders in Namibia. Angenehm temperierte Abende hatten wir eigentlich nur am Oranje, in West Sambia und am Chobe.

Juli

Der Juli war der Monat des Luxus. Nachdem Gero zurückgeflogen war, habe ich mich mit Ursel, Martina und Timo in Simbabwe getroffen. Wir haben die meiste Zeit in der Lokuthula Lodge in Victoria Falls gewohnt, wo wir ein wunderschönes Haus hatten. Zwei längere Abstecher in den Hwange National Park und einer nach Botswana in den Chobe National Park haben die Tour abgerundet. Für mich waren das drei Wochen zum relaxen. Ausserdem habe ich bei dem guten Essen einige der mit Gero verlorenen Pfunde wieder angefressen.

August

Der Monat August ist wieder von vielen Kilometern geprägt. Nachdem ich Frank und Denise in Johannesburg abgeholt hatte, sind wir zügig nach Namibia gefahren, waren nochmal im Etosha National Park und dann waren auch schon die ersten beiden Wochen vorbei und Denise musste zurück nach Deutschland. Mit Frank habe ich dann für zehn Tage das Kaokoveld besucht. Das war für mich sicher eines der Highlights der Tour, wenn auch recht beschwerlich. Das Wetter war super, nur die Nächte waren manchmal wieder etwas kühl.

September

Mal wieder ein Monat, in dem nicht so viele Kilometer angefallen sind. Mit Sibylle habe ich eine Rundfahrt von Namibia in den Kgalagadi Transfrontier National Park weiter in das Buschmannland in Namibia und die Etoshapfanne gemacht. Eingetrübt wurde der Urlaub durch die Anschläge vom 11. September, die wir erst mit einem Tag Verzögerung verfolgen konnten. Das Wetter war bis auf einige Tage sehr gut, mittlerweile wird es auch in Namibia nicht mehr so kalt. Etwas enttäuschend war der Abstecher ins Buschmannland nach Tsumkwe.

Oktober

Endlich sehe ich Julia wieder. Das war unsere längste Trennung bisher, selbst ihr Arbeitsaufenthalt in China war seinerzeit kürzer. Was den Tierreichtum anbelangt, war der Monat in Botswana sicher der ergiebigste der ganzen Reise. Wir haben viele Tiere gesehen, die wir nie zuvor zu Gesicht bekommen haben. Etwas traurig stimmt uns der Verfall in Simbabwe. Es scheint, als würde Mugabe das Land endgültig zu Grunde richten. Das Wetter war genau so, wie Julia es erwartet hat, heiss und trocken, aber im Okavangodelta stand noch viel Wasser, sodass wir wieder nicht alle Wege fahren konnten.

November

Den November verbringe ich mit meinen Eltern in Südafrika. Es ist eine im Vergleich zu den Monaten davor sehr grüner Urlaub mit sehr abwechslungsreicher Landschaft, aber auch eine sehr nasse Zeit, es regnet unglaublich oft. Wir sehen viele Tiere, die ich vorher nie gesehen habe, insbesondere natürlich Southern Right Whale. Hier lege ich jetzt endgültig das Gewicht, das ich im Laufe der Monate verloren habe, wieder zu.

Dezember

Der Monat der Heimreise. Mit Achim habe ich Glück, wir suchen uns unsere Reiseziele von Tag zu Tag aus und fahren immer dem schlechten Wetter davon. Wir sehen unglaubliche Mengen von Walen, laut Reiseführer sollten die ab Ende Oktober nicht mehr zu sehen sein. Ausserdem essen wir immer gut und haben meist fürstliche Unterkünfte. Am besten gefällt mir die Cliff Lodge bei Gideon.

Schlusswort

Etwas länger als sechs Monate war ich jetzt im südlichen Afrika. Obwohl ich hin und wieder etwas angenervt war, hat es mit allen meinen Begleitern viel Spaß gemacht. Ich danke ihnen für die Geduld, die sie manchmal mit mir haben mussten. Schade ist, dass Timos Fotos und Videos auf unerklärliche Weise verschwunden sind. Vielleicht tauchen sie irgendwann nochmal auf, viel Hoffnung habe ich nicht.
Sollte ich jemals wieder die Gelegenheit haben, eine solche Reise zu unternehmen, werde ich versuchen, auf dem Landweg durch Afrika zu kommen. Mal sehen, was die Zukubft so bringt.
Mein besonderer Dank gilt meiner Lebensgefährtin. Ohne Julia, die mich leider nur vier Wochen begleiten konnte, wäre dieser Urlaub nicht möglich gewesen. Sie hat sich während meiner Abwesenheit um all meine Angelegenheiten (besonders mit dem Finanzamt :-() gekümmert und bei allen unvorhergesehenen Ereignissen (z.B. die Swiss Air Pleite) in Deutschland die Fäden in die Hand genommen.