02.07.
33.06.
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Ein Bild
Auf unserem Standplatz auf Kubu Island (Gero)

Sonntag, 1. Juli

Nach dem Frühstück, Eier mit Speck, suchen wir den Weg Richtung Westen über den Nata River. Der ist aber nicht zu finden, wurde wohl seit der letzten Regenzeit nicht wieder gefahren, da der Fluss noch zu viel Wasser hat. Also fahren wir wieder bei den Pelikanen vorbei, die uns immer noch nicht näher heranlassen, und dann wieder zurück ins Camp. Dort haben die Sonnenkollektoren mittlerweile das Wasser ordentlich aufgeheizt und wir gönnen uns eine heiße Dusche. Um 1130 verlassen wir Nata Richtung Maun. Der Abzweig Richtung Kubu Island ist mit den GPS-Koordinaten leicht zu finden und nach wenigen Kilometern sind wir an den Pyramiden, aufgeschüttetem Abraum der Soda Ash Company. In dem Graben davor steht rot-braunes Salzwasser, die im Reiseführer erwähnten eigentümlichen Pflanzen kann ich leider nicht entdecken. Von hier fahren wir weiter nach Süden, das ist offensichtlich der Weg direkt über die Pfanne, was mir bei dem vielen Wasser, das in der Sowa Pan steht, zu riskant erscheint. Von den Pyramiden müssen wir zehn Kilometer zurückfahren, um den im Reiseführer beschriebenen Weg einzuschlagen, der westlich entlang der Pan geht. Die Pad geht zunächst über flache Ebenen, dann über einen Bergrücken, von dem man einen guten Blick auf die Sowa Pan hat. Es sieht aus, als wäre sie voller Wasser, es kann sich aber auch um Luftspiegelungen handeln. Am Veterinärzaun lese ich dann erstmals von Lekhubu, so nennen die Einheimischen Kubu Island, und einem gebührenpflichtigen Campingplatz. Einige Kilometer hinter dem Zaun gibt es dann sogar einen Wegweiser nach Lekhubu. Der Weg führt jetzt öfter durch bewaldete Gebiete, eine gute Gelegenheit, Feuerholz zu sammeln. Nach vier Stunden Fahrt haben wir dann den ersten Blick auf die Pfanne und die Insel, weniger spektakulär als ich angenommen habe. Als wir näherkommen, erwartet uns schon der Campingplatzwächter. Es stellt sich heraus, das Kubu Island inzwischen in einen Nationalpark umgewandelt wurde und man nur noch auf den ausgewiesenen Campingplätzen übernachten darf. Seit dem 1.4.2000 darf man nicht mehr frei übernachten. Wir bezahlen 75 Pula, eigentlich für nichts, es gibt weder Wasser noch Toiletten und auch den Müll müssen wir wieder mitnehmen. Wir bekommen den nordwestlichsten Platz mit dem besten Blick auf die Pan, aber jeder der ankommt, staubt uns hier ein. Der Staub ist sehr fein und wirbelt bei jedem Schritt auf. Wir fahren mit dem Auto einmal um die Insel und laufen ein wenig herum. Von Norden ist der Anblick doch faszinierend, ein Steinhaufen mit vielen Baobabs mitten im endlosen Nichts der Pan. Wir fahren wieder zum Camp und machen Feuer, wir müssen noch Wasser abkochen, da ich in Nata kein Mineralwasser bekam. Abends haben wir dann eine gute Glut und grillen wieder Schweinesteaks und Würste. Nach dem Essen packen wir Fotoapparate und Stativ und laufen nach Norden auf die Pfanne raus. Der Mond ist voll und dadurch ist es sehr hell. Es pfeift ein kräftiger Nordwind, aber es ist nicht kalt. Schon nach wenigen Schritten hinaus auf die Pan haben wir das Gefühl, allein auf der Welt zu sein. Die Landschaft ist bizarr und unwirklich. Wir machen ein paar Fotos im Mondschein und laufen dann wieder zurück.