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Ein Bild
Begrüßung in Walvis Bay (Frank)

Montag, 13. August

Morgens machen wir Sightseeing in Swakopmund. Frank läuft mehrere Fotogeschäfte an, um sein Zoom-Objektiv überprüfen zu lassen, das bei längeren Brennweiten nicht mehr auf unendlich fokusiert. Leider kann ihm aber niemand helfen, sie können nur bestätigen, dass das Objektiv defekt ist. Ich kaufe endlich mal Gas für mein Sturmfeuerzeug, leider funktiniert das aber im geladenen Zustand auch nicht. Bei dem Gerüttel hier geht offenbar alles kaputt.
Wir fahren nach Walvis Bay, in der Nähe der Fischmehlfabrik wieder ein fürchterlicher Gestank. In der Lagune sehen wir viele Flamingos und ein paar Pelikane. Wir fahren noch auf die Halbinsel raus, an der Salzfabrik und den zugehörigen Wasserbecken vorbei. Am Ende der Straße kommen wir auf einen Parkplatz und ich versuche noch bis zum Strand vorzufahren. Das scheitert schon nach 100 Metern, der Sand ist zu weich und zu tief und ich habe keine Lust, die Luft aus den Reifen zu lassen. Nur mit mühe komme ich in meiner Spur wieder zurück zum Parkplatz.
Dann fahren wir wieder zurück nach Swakopmund und suchen das Wrack bei Mile 8. Als wir es endlich gefunden haben, sind wir ein wenig enttäuscht. Nur der verrottete Schornstein ist im Meer zu sehen, der Rest liegt unter der Wasseroberfläche. Danach wollen wir bei Tucís an der Mole noch ein Bier trinken, heute öffnen sie aber erst um 1700 zum Sundowner. Einen Tisch können wir auch nicht reservieren, sie sind schon voll und haben eine lange Warteliste. Wir nehmen unseren Sundowner aus der Kühltruhe und fahren anschließend zurück zu Veronika.
Meine Wäsche ist gewaschen und gebügelt, Veronika berechnet nichts dafür, ich gebe aber 20 N$ für ihr Hausmädchen, die hatte schließlich die ganze Arbeit. Für unsere morgendliche Internetconnection berechnet sie auch nichts, obwohl der Anschluss hier sehr teuer ist. Unser Abendessen nehmen wir bei Erichís ein, Kücki ist schon ausgebucht, sie können uns erst für 2100 einen Tisch anbieten. Da wir morgen früh losfahren wollen, ist uns das zu spät. Erichís ist aber auch gut, die Portionen fallen allerdings im Vergleich zum Lighthouse etwas dürftig aus. In der Bar des Lighthouse nehmen wir noch einen Digestif, dann geht es zurück zu Veronika.
Frank läuft ihr nochmal über den Weg und in einer längerren Diskussion bekommt auch er den Eindruck, den ich schon gestern abend hatte, nachdem sie mir das Buch über das alte Swakopmund in die Hand gedrückt hat. Sie gehört zu den Weissen, die es nicht verwinden können, dass sie nicht mehr die uneingeschränkte Macht im Land haben und dass jetzt die demokratisch gewählten Schwarzen regieren. Als sie sogar so weit geht, Hitler und seine Greuelherrschaft zu verharmlosen, bricht Frank das Gespräch ab und legt sich auch hin.