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Kenia 2003
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Kenia 2003


Ein Bild
Häuschen hinter dem Kenya Bay Beach Hotel (Tilo)

Mittwoch, 17. Dezember

Wir haben im Airbus zwei mal zwei Plätze an der Seite und ich sitze am Gang daneben in der Mittelreihe. Es scheint mir, als sei das der engste Sitzabstand, den ich je erlebt habe. Der Tag beginnt kurz nach Mitternacht mit dem Abendessen, das sich wegen Turbulenzen verspätet hat. Um 430 gibt es dann schon Frühstück. Ich finde wenig Schlaf, bin aber bei der trotz Abflugverspätung pünktlichen Landung in Mombasa einigermaßen wach.
Jetzt stehen zunächst die Zollformalitäten an. Das Visum bereits in Deutschland zu besorgen, bringt nichts. Hier kostet das Visum 50 US$, in Deutschland haben wir 57 bezahlt. Visainhaber und solche, die es noch kaufen müssen, stehen in einer Schlange und so dauert es recht lange, bis wir durch sind, obwohl wir in der Schlange ziemlich weit vorne stehen. Bei der Hitze, der hohen tropischen Luftfeuchtigkeit und der Übermüdung kein angenehmer Zeitvertreib. Als wir endlich am Gepäckband stehen, dauert es nochmal sehr lange, da nur ein kleiner Teil der Koffer aus dem Flieger auf das Band passt, und daher zuerst mal genügend Reisende durch den Zoll kommen müssen, die wieder Platz auf dem Band schaffen.
Draussen erwartet uns dann Hans Blaser von Kedev mit zwei Suzuki Vitara und zwei Fahrern. Er bietet uns an, uns zum Hotel zu fahren und dort erst die Formalitäten zu erledigen, was uns ganz lieb ist. Auf den hektischen Verkehr in Mombasa haben weder Julia noch ich jetzt Lust. Im Kenya Bay Beach Hotel wird uns zunächst eine Erfrischung gereicht. Dann machen wir die Mietverträge für die Autos klar. Für 18 Tage bezahle ich für die beiden Wagen 2190 , das ist für kenianische Verhältnisse ein sehr fairer Preis. Hans tauscht mir auch noch ein paar in Ksh um, zum ebenfalls sehr fairen Kurs von 1:90. Er hat uns auch noch Karten von Kenia, Masai Mara und den beiden Tsavo Nationalparks in die Wagen gelegt. Das Angenehmste aber ist, dass er uns eine Smartcard überläßt. Dadurch muss ich nicht extra zu einem POI (so heißen die Ausgabestellen für die Smartcards) fahren. Ohne Smartcard kommt man nicht mehr in die Nationalparks. Einen der Fahrer beauftragt er, mit Langata Link zu telefonieren und abzuklären, ob alles klar ist für unsere Übernachtung in den Ngong Hills.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, eher unterer Standard, gehen Julia und ich zum Strand schwimmen. Es ist sehr heiß, das Wasser ist sehr warm und nicht besonders tief. Am Strand haben sich noch nicht besonders viele Beachboys eingefunden, die sind aber schon auf Geschäfte aus und hinter uns her. Ich telefoniere mal mit Adventure Holidays, die Julia gestern noch als die Nachfolger von Mountain Rock Kenya im Internet entdeckt hat. Tatsächlich betreiben sie jetzt das Mara Springs Safari Camp. Wir können dort hin, meine Reservierung ist ihnen bekannt. Insbesondere muss ich nicht vorher in Nairobi zum Jubilee Building, um die Übernachtungen zu bezahlen, wie es vor zwei Tagen noch Daniel von Mountain Rock verlangt hat.
Nachdem wir ein paar Stunden geschlafen haben, fahren Julia und ich wieder Richtung Süden. Nach ein paar Kilometern kommt eine Barcleys Bank, bei der ich 40.000 Ksh ziehen kann, nochmal ein paar Kilometer weiter ein großer Supermarkt, in dem wir Bier, Wasser und haltbare Lebensmittel einkaufen. Auf dem Rückweg gibts schon den ersten Zoff, weil Julia meint, dass ich zu weit links fahre, was ich weit von mir weise. Nachmittags spazieren wir mal entlang der Buden, die hinter dem Hotel stehen und kaufen noch zwei kleine Wasserflaschen. Dann ist es schon bald Zeit, zum Abendessen zu gehen, es gibt ein Buffet mit überschaubarer Auswahl. Ursel hat abends das Zimmer voll mit großen Ameisen, die von einem Angestellten mit der Giftspritze erledigt werden. Wir bestellen das Frühstück für 600 und legen uns zeitig hin.